RKH Krankenhaus Bietigheim: Kreissparkassenstiftung spendet Trainingsgerät zur Mobilisierung

Klinik für Geriatrie im RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen entwickelt sich stetig weiter

Mit Hilfe des Bewegungstrainers können ältere Patienten schneller mobilisiert werden – von rechts: Sven Durdel, Physiotherapeut, Dr. Daniel Kopf, Dr. Heinz-Werner Schulte, Dietmar Allgaier und Nicolai Stolzenberger, Klinikleiter

Dank einer Spende der Kreissparkassenstiftung Gesundheit im Landkreis Ludwigsburg konnte für die Klinik für Geriatrie im RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen ein Thera-Trainer angeschafft werden. Mit Hilfe dieses Bewegungstrainers können ältere, ans Bett gefesselte Patienten frühzeitig mobilisiert werden und so schneller in ihren gewohnten Alltag zurückkehren. Mit diesem neuen Angebot konnte das Leistungsspektrum der Geriatrie in Bietigheim weiterentwickelt werden.

Eine gesunde, gut trainierte Muskulatur gilt bei jüngeren Menschen oft als Schönheitsideal – beim älteren Menschen ist sie lebenswichtig. Während jüngere Menschen für mäßig anstrengende Alltagstätigkeiten wie beispielsweise Treppensteigen oft nur ein Drittel ihrer maximalen Muskelkraft einsetzen müssen, kommen betagte Menschen dabei rasch an die Grenzen der Belastbarkeit. Besonders gravierend ist, dass ältere Menschen bei einer Infektionskrankheit oder einer anderen akuten Erkrankung, die sie ans Bett fesselt, schon in den ersten Tagen einen beträchtlichen Teil der Muskelmasse verlieren. Daraus entsteht dann nicht selten eine bleibende Beeinträchtigung, die eine Rückkehr in die seitherige Wohnung über mehrere Etagen oder in das selbstständige Leben verhindert. Ziel der Akutgeriatrie ist es, diesem Funktionsverlust so früh wie möglich entgegenzuwirken. Noch während die akute Erkrankung behandelt wird, muss mit dem Muskelaufbau begonnen werden. Dabei ist regelmäßiges Training unter fachlicher Anleitung mehrerer Experten notwendig. Zunehmend können dabei auch technische Hilfsmittel eingesetzt werden, um die Effektivität der Therapie zu steigern.

Die Geriatrie im RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen konnte jüngst ihre Trainingsmöglichkeiten durch Anschaffung eines Thera-Trainers BEMO erweitern. Mit diesem Gerät kann schon bei Patienten, die noch ans Bett gebundenen sind, gezielt die Kraft der Beine und der oberen Extremitäten trainiert werden. Dadurch wird die spätere Mobilisation außerhalb des Betts frühzeitig vorbereitet. Eine spezielle Software gibt dabei dem Patienten auf einem Tablet Rückmeldung, welches Leistungsniveau schon erreicht wurde oder ob die Bewegungen gleichmäßig ausgeführt werden. Wenn später im Verlauf des Belastungsaufbaus dann ein Gleichgewichtstrainer eingesetzt wird, um Stürze zu verhindern, wird der Patient durch die gleiche Software unterstützt. „Das motiviert die Patienten ungeheuer“, hat Sven Durdel, der leitende Physiotherapeut der Geriatrie bei der Anwendung der neuen Geräte beobachtet.

Möglich wurde die Anschaffung durch die finanzielle Unterstützung der Kreissparkassenstiftung Gesundheit im Landkreis Ludwigsburg.

„Die finanziellen Mittel der Klinken zur Anschaffung solcher Geräte sind sehr begrenzt.
Umso mehr freue ich mich, dass wir dieses Projekt unterstützen konnten und somit die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten, aber auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fördern konnten“, sagte Landrat Dietmar Allgaier, Verwaltungsrats- und Stiftungsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg bei der Besichtigung in Bietigheim.

„Gemeinnütziges Engagement ist der Kreissparkasse Ludwigsburg und ihren fünf Stiftungen wichtig. So leisten wir Jahr für Jahr im Landkreis an sehr vielen Stellen Hilfe – auf unterschiedlichen Gebieten. Unsere Gesundheitsstiftung ist der Geriatrie in Bietigheim gerne bei der Anschaffung des dringend benötigten Bewegungstrainers behilflich“, erklärte Dr. Heinz-Werner Schulte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg.

Privatdozent Dr. Daniel Kopf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Geriatrie im RKH Krankenhaus Bietigheim, ist es ein Anliegen, dass sich die Klinik für Geriatrie stetig weiterentwickelt und vergrößert, um immer mehr Patienten aus den RKH Kliniken mit diesem Angebot zu erreichen. Dafür müssen natürlich neben der verbesserten technischen Ausstattung vor allem neue Mitarbeiter gewonnen werden. „Wir hoffen, dass auch die verbesserte technische Ausrüstung dazu beiträgt, einen attraktiven Arbeitsplatz für Therapeuten, Pflegekräfte und Ärzte zu schaffen, die in einem harmonischen und hoch professionellen Team ältere Menschen bei der Genesung unterstützen können“, so Kopf.