
Für Patientinnen und Patienten wird es immer schwieriger, einen Hausarzt zu finden. Insbesondere in ländlichen Regionen werden Allgemeinmediziner immer knapper und die Patienten müssen zum Teil sehr lange Wege auf sich nehmen. Laut einer Studie der Robert Bosch Stiftung aus dem Jahr 2021 werden 2035 in Deutschland rund 11.000 Hausärzte fehlen und fast 40 Prozent der Landkreise unterversorgt sein. Die Kliniken der RKH Gesundheit engagieren sich schon seit mehreren Jahren bei der Facharztausbildung zum Allgemeinmediziner auf Basis regionaler Initiativen. Dieses Engagement wird nun durch die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit dem Kompetenzzentrum Weiterbildung Baden-Württemberg (KWBW) ausgeweitet.
Mit ihren Kliniken in Bietigheim, Bretten, Bruchsal, Ludwigsburg und Mühlacker ist die RKH dem gemeinsamen Weiterbildungsprogramm für angehende Allgemeinärzte in Baden-Württemberg - KWBW Verbundweiterbildung plus - beigetreten. Die Landesärztekammer, die Bezirksärztekammern, die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, die Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Baden-Württemberg, die Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft und die Universitätskliniken haben sich gemeinsam mit den Kooperationspartnern mehrere Ziele gesteckt. Die Sicherstellung einer strukturierten, kontinuierlichen und qualitativ hochwertigen allgemeinmedizinischen Weiterbildung, die Steigerung der Attraktivität der Weiterbildung Allgemeinmedizin und der Aufbau regionaler Weiterbildungsverbünde mit Weiterbildungsstellen im stationären und ambulanten Bereich.
„Hausärzte, die als erste Anlaufstelle die medizinische Primärversorgung der Bevölkerung sicherstellen, sind für uns Kliniken ein wichtiges Bindeglied. Wir unterstützen als stationärer Anbieter gerne bei der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und leisten damit einen wertvollen Beitrag bei der Gewinnung von Nachwuchs“, sagt Professor Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der RKH Gesundheit, dem größten kommunalen Anbieter von Gesundheitsleistungen in Baden-Württemberg.