RKH Enzkreis-Kliniken veröffentlichen medizinische Qualitätsdaten - Verbesserung durch Messung, Transparenz und Prozessoptimierung

Schnelle und professionelle Behandlung in den beiden Herzkatheterlaboren im RKH Krankenhaus Mühlacker

Die RKH Enzkreis-Kliniken veröffentlichen auch in diesem Jahr ihre medizinische Ergebnisqualität. Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität durch Messung, Transparenz und Prozessoptimierung. Die Ergebnisse der Qualitätsdaten der jeweiligen Klinik sind auf der Startseite der Homepage der RKH Kliniken unter www.rkh-gesundheit.de über den Menüpunkt „Initiative Qualitätsmedizin“ abrufbar. Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Krankenhäusern aus Deutschland und der Schweiz, deren Ziele die Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität und ein offener Umgang mit Fehlern sind. Derzeit sind rund 500 Krankenhäuser Mitglied in der Initiative Qualitätsmedizin. Basis sind über 350 Qualitätskennzahlen für mehr als 60 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren. Dies bietet eine umfangreiche Basis für eine Vergleichbarkeit. Die ständige Verbesserung von Behandlungsprozessen und –ergebnissen führt zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit. „Ziel ist es, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen“, so Dr. Felix Mayer, Regionaldirektor der RKH Enzkreis-Kliniken. „Deshalb sind wir der trägerübergreifenden Initiative beigetreten. Die IQM Daten zur Ergebnisqualität belegen unsere Stärken, zeigen aber auch, wo Optimierungspotenzial besteht“.

Im Bereich der Knieendoprothetik konnte das Gelenkzentrum Schwarzwald des RKH Krankenhauses Neuenbürg die allgemeine Komplikationsrate im Durchschnitt deutlich verringern. Auch bei den speziellen, insbesondere operativen Komplikationsraten konnten bei den Knieoperationen überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt werden. Dies zeigte sich sowohl bei der primären elektiven Knieprothetik als auch bei Knieprothesenwechseloperationen. Ein gleiches Bild zeichnete sich auch bei allgemeinen Komplikationen und Hüftprothesenwechseloperationen ab. Auch die Beweglichkeit bei Entlassung war sowohl bei Knieendoprothesen als auch bei Hüftendoprothesen überdurchschnittlich. „Wir sind stolz auf das hervorragende Ergebnis der aktuellen Qualitätsanalyse des Jahres 2019. Seit mehreren Jahren entwickeln wir die Endoprothetik weiter und freuen uns deshalb, nun die Früchte unserer Arbeit zu ernten“, so Professor Dr. Stefan Sell, Ärztlicher Direktor des Gelenkzentrums.

In der Kardiologie hat das RKH Krankenhaus Mühlacker eine auffallend niedrige Zahl an Todesfällen im Rahmen von akuten Herzinfarkten erreicht. „Ausschlaggebend hierfür ist sicherlich die schnelle und professionelle Behandlung in den mittlerweile zwei Herzkatheterlaboren in Kombination mit unserem exzellent ausgebildeten pflegerischen und ärztlichen Personal. Dies führt zu einer sehr erfolgreichen Behandlung von Patienten mit Herzinfarkten“, sagt Dr. Stefan Pfeiffer, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik im RKH Krankenhaus Mühlacker. Ein weiteres erfreuliches Ergebnis ist die geringe Todesfallrate bei pertrochantären Frakturen, also bei Brüchen des hüftgelenksnahen Oberschenkelknochens. „Das ist das Ergebnis der 2018 begonnenen Einführung einer interdisziplinären, alterstraumatologischen Versorgung im RKH Krankenhaus Mühlacker und damit der Lohn jahrlanger Anstrengungen zur kontinuierlichen Verbesserung bei der unfallchirurgischen Versorgung älterer Menschen“, freut sich Dr. med. univ. Mascha Trojer, Ärztliche Direktorin der Chirurgischen Klinik im RKH Krankenhaus Mühlacker.

Im Bereich der Gynäkologie zeigte sich eine extrem niedrige Komplikationsrate trotz Verdoppelung der Zahl der Laparoskopien in den letzten zwei Jahren. „Durch die vorübergehende Schließung des Kreißsaals, finden im RKH Krankenhaus Mühlacker nicht mehr die üblichen Geburten, sondern nur noch geplante Kaiserschnitte statt. Dies erweckt den falschen Eindruck einer viel zu hohen Rate an Kaiserschnitten“, sagt Privatdozent Dr. Admir Agic, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im RKH Krankenhaus Mühlacker. Durch die geplante Wiederaufnahme des Kreißsaalbetriebs wird sich diese Auffälligkeit zukünftig wieder verändern.