RKH Enzkreis-Kliniken sind konsequent transparent und legen Qualitätsdaten offen

Ziel ist eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität durch das Messen von Daten und Ergreifen von Maßnahmen

Krankenhaus Mühlacker

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) ist ein träger- und länderübergreifender Verein, in dem sich derzeit rund 500 Krankenhäuser aus Deutschland und der Schweiz für mehr Qualität in der Medizin und Patientensicherheit engagieren. Er vergleicht auf Basis zahlreicher Qualitätsindikatoren die medizinische Ergebnisqualität der Krankenhäuser. Die Ergebnisse sind jedes Jahr ab Ende Mai über die Homepage der teilnehmenden Krankenhäuser abrufbar. So können Patienten und Interessierte auch die Ergebnisse der RKH Enzkreis-Kliniken unter www.rkh-gesundheit.de abrufen. Die Qualitätsindikatoren berücksichtigen alle relevanten Krankheitsbilder. In der Veröffentlichung werden rund 270 Qualitätskennzahlen für mehr als 60 Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren dargestellt. Die Ergebnisse sind ein wichtiger Baustein für ein aktives Qualitäts- und Risikomanagement der Kliniken. Die kontinuierliche Verbesserung der Behandlungsprozesse und -ergebnisse führt dabei zur Steigerung der Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit. „Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen“, sagt Fabian Bunzel, Regionaldirektor der RKH Enzkreis-Kliniken. „Die IQM-Daten zur Ergebnisqualität belegen unsere Stärken, zeigen aber auch, an welchen Stellen wir noch Optimierungspotenzial haben“.

Das RKH Krankenhaus Neuenbürg, das mit dem Gelenkzentrum Schwarzwald und dem Süddeutschen Rheumazentrum einen Schwerpunkt in der Behandlung von Patienten im Bereich der Orthopädie und Rheumatologie hat, zeichnet sich bei fast allen Indikatoren durch eine überdurchschnittliche Ergebnisqualität aus. „Wir ruhen uns auf den überdurchschnittlichen Ergebnissen nicht aus. Sobald wir bei einzelnen Indikatoren und Behandlungsfällen Abweichungen oder Komplikationen entdecken, gehen wir dem nach und ergreifen Maßnahmen zur Verbesserung von Behandlungsstandards oder Abläufen“, sagt Prof. Dr. Stefan Sell, leitender Ärztlicher Direktor des Gelenkzentrums Schwarzwald.

Als äußerst positiv ist anzusehen, dass mit 6,5% signifikant weniger Patienten im RKH Krankenhaus Mühlacker in Folge eines Herzinfarktes als im Durchschnitt über alle beteiligten Krankenhäuser versterben. Hier beträgt der IQM Durchschnittswert 7,9%. Damit wird erneut die seit Jahren geringe Anzahl an Todesfällen nach Herzinfarkt im RKH Krankenhaus Mühlacker bestätigt. „Der Herzinfarkt ist in Deutschland und weltweit die Todesursache Nr. 1. Dass wir in Mühlacker erfolgreich diese Rate senken und es zu weniger Herzinfarkt-Toten kommt, ist unser Ziel. Dass dies erreicht wird, spricht für die ausgezeichneten Ärztinnen und Ärzte sowie die außerordentlich motivierten Pflegekräfte am Standort Mühlacker“, so Dr. Stefan Pfeiffer, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik in Mühlacker.

Verbesserungspotenzial zeigt sich bei der Beatmung von Patienten über 24 Stunden. Bei den diesbezüglichen Todesfällen schnitt das RKH Krankenhaus Mühlacker mit 43,4% etwas schlechter ab als der Durchschnitt über alle beteiligten Krankenhäuser, der bei 36,8% für das Jahr 2022 lag. Dies ist auf das im Schnitt sehr hohe Alter von über 80 Jahren und die überaus vielen Begleiterkrankungen dieser Menschen zurückzuführen. Bei einem Teil der Patienten dieser Gruppe wurde aufgrund einer unheilbaren Erkrankung eine Palliativtherapie durchgeführt, also eine medizinische Behandlung, die nicht auf die Heilung der Erkrankung abzielt, sondern darauf, die Symptome zu lindern und dem Patienten ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. „Das hohe Durchschnittsalter in Kombination mit schweren Begleiterkrankungen der Patienten, wie es typisch für das therapeutische Spektrum einer kleineren Klinik der Grund- und Regelversorgung ist, sowie der zurückliegend hohen Zahl an COVID-19 Erkrankungen, trugen am meisten zur Sterblichkeitsrate bei“, so Dr. Ralph Brunner, Kommissarischer Ärztlicher Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie in den RKH Enzkreis-Kliniken. Auffällige Verläufe bei Patienten werden eingehend betrachtet und zur Sicherung der Qualität in regelmäßigen Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen - kurz M&M-Konferenzen genannt - eingehend besprochen. Bei diesen Patientenfallkonferenzen in Kliniken handelt es sich um etablierte Arbeitsgruppen mit Vertretern unterschiedlicher Fachbereiche und Berufsgruppe zur strukturierten Aufarbeitung besonderer Behandlungsverläufe und Todesfälle mit dem Ziel, gemeinsam daraus zu lernen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung abzuleiten.