Professor Dr. Wolfgang Heyl mit Standing Ovations verabschiedet

„Sie waren ein Gewinn für unsere Kliniken“- Neues Domizil und neue Aufgabe in Salzburg

von links: Prof. Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der RKH Gesundheit, Prof. Dr. Thomas Schiedeck, Prof. Dr. Wolfgang Heyl, Anne Matros, Dr. Carola Maitra und Landrat Dietmar Allgaier

An der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im RKH Klinikum Ludwigsburg ist eine Ära zu Ende gegangen. Der Ärztliche Direktor Professor Dr. Wolfgang Heyl wurde nach etwas mehr als 21-jähriger Tätigkeit in Ludwigsburg verabschiedet. Der 64-jährige beginnt eine neue Lebensphase im österreichischen Salzburg.


Zur Ruhe setzt sich Heyl aber nicht, sondern er übernimmt einen Lehrauftrag in robotischer Chirurgie an der Universitäts-Frauenklinik in Salzburg. Neben der familienorientierten Geburtshilfe gehören die operative Gynäkologie sowie die fachübergreifenden Angebote des Brustzentrums Ludwigsburg-Bietigheim, des Gynäkologischen Krebszentrums Ludwigsburg und des Beckenbodenzentrums zu den Schwerpunkten der Klinik, die Heyl wesentlich prägte. „Die fachübergreifende Zusammenarbeit war in Ludwigsburg phänomenal“, sagte Heyl im Rückblick.

Mit sehr persönlichen Worten verabschiedete der Ärztliche Sprecher im RKH Klinikum Ludwigsburg und Ärztliche Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Kinderchirurgie, Professor Dr. Thomas Schiedeck, seinen Kollegen, der längst zum Freund geworden ist. Beide standen viele Male gemeinsam am Operationstisch und beide verbindet die Liebe zur Musik. Zusammen mit seiner Frau richtet sich Heyl derzeit ein neues Domizil in Salzburg ein. In der Mozartstadt lebt auch die Tochter.

Die Feier zum Abschied des geschätzten Chefarztes war von emotionalen Momenten geprägt. Wolfgang Heyl freute sich dabei über die Anwesenheit der aktuellen und früheren RKH Geschäftsführung, früherer und aktueller Chefärzte sowie über die Anwesenheit seines kompletten Teams und des früheren Landrats Dr. Rainer Haas. „Sie waren ein absoluter Gewinn für unsere Kliniken“, sagte Landrat Dietmar Allgaier, der auch Aufsichtsvorsitzender der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim sowie der RKH Orthopädische Klinik Markgröningen ist. Er sprach von einem Glücksfall, als der in Offenbach geborene Wolfgang Heyl im März 2002 das Amt des Ärztlichen Direktors in Ludwigsburg antrat. Zuvor war Heyl Oberarzt an der Universitäts-Frauenklinik in Göttingen. „Das Wohlbefinden der Patientinnen und eine gute Arbeitsatmosphäre standen stets im Mittelpunkt Ihrer Arbeit“, betonte Allgaier. Neben den erfolgreichen Zertifizierungen der Zentren erwähnte der Landrat zudem den Neubau des 2017 eingeweihten Frauen-Kind-Zentrums. Laut Allgaier wurden in der Ära von Professor Heyl mehr als 50 000 Babys geboren.

Die Regionaldirektorin der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, Anne Matros, die auch ihren Vorgänger Matthias Ziegler begrüßte, stellte Heyls fürsorglichen und wertschätzenden Umgang mit Patientinnen und Mitarbeitenden in den Mittelpunkt. „Sie sind ein Chef der alten Schule, der immer mit der Zeit gegangen ist“, sagte Matros. Die Vorsitzende der Ärzteschaft Ludwigsburg, Dr. Carola Maitra, sprach von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Zum Abschluss der Verabschiedung gab es stehende Ovationen für den scheidenden Ärztlichen Direktor, der von Vorfreude auf die neue Aufgabe, aber auch von Wehmut sprach. Sein Nachfolger könne jedenfalls auf ein großartiges Team zählen. Inzwischen steht dieser auch schon fest: Zum 1. Januar 2024 wird der 41-jährige Professor Dr. Sebastian Berlit, derzeit Leitender Oberarzt an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Medizinischen Fakultät Mannheim das Amt des Ärztlichen Direktor im RKH Klinikum Ludwigsburg antreten. Bis dahin übernimmt der Leitende Oberarzt Jacek Krzechki die kommissarische Leitung.