Neue Medizintechnik für Hybrid-OP im Klinikum Ludwigsburg angekommen

Nach Abschluss der baulichen Arbeiten beginnt die Installation der neuen Anlage – erster OP-Betrieb für Ende November geplant

Die neue Anlage wurde ohne Beeinträchtigung des laufenden OP-Betriebs angeliefert.

Ein weiterer wichtiger Schritt bei der Modernisierung des Hybrid-OPs am RKH Klinikum Ludwigsburg ist geschafft: Nachdem der Operationssaal in den vergangenen Monaten umfassend baulich vorbereitet wurde, sind nun die Gerätekomponenten der neuen Hybrid-OP-Anlage angeliefert worden. In den kommenden Wochen werden die einzelnen Komponenten, Schaltschränke und weitere technische Einrichtungen sukzessive eingebaut, miteinander verbunden und anschließend umfangreich getestet.

Die Anlieferung der neuen Medizintechnik stellte alle Beteiligten noch einmal vor eine besondere logistische Herausforderung. Die einzelnen, teilweise sehr schweren Gerätekomponenten wurden am Abend über einen Lastenaufzug auf die OP-Ebene und dort in den neuen Hybrid-OP gebracht werden. Da in einzelnen Operationssälen zu diesem Zeitpunkt operiert wurde, mussten die Abläufe genau koordiniert und strenge hygienische Vorgaben eingehalten werden.

„Die Anlieferung und der Einbau einer solchen Anlage müssen bis ins Detail geplant werden. Transportwege, Gewichte, technische Voraussetzungen und Hygiene greifen dabei unmittelbar ineinander. Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass der laufende OP-Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird“, erklärt Kalahtheevan Thuraisingham, Projektleiter der Abteilung Bau und Technik.

Moderne Technik für komplexe Gefäßeingriffe

Ein Hybrid-OP verbindet einen vollwertigen Operationssaal mit leistungsfähiger Bildgebung. Dadurch können offene Operationen und minimalinvasive Katheterverfahren miteinander kombiniert und Behandlungsergebnisse bereits während eines Eingriffs bildlich kontrolliert werden. Zum Einsatz kommt diese Kombination unter anderem bei Aussackungen der Bauch- und Brustschlagader, sogenannten Aneurysmen, bei komplexen Durchblutungsstörungen und bei akuten Gefäßverschlüssen.

Die bisherige Anlage war im Juli nach vielen Jahren im Einsatz ausgebaut worden. Allein dabei mussten rund 1,4 Tonnen Medizintechnik aus dem OP-Bereich durch das Klinikum transportiert werden. Anschließend wurde der Saal unter anderem im Bereich von Boden, Decke und Elektroinstallation für die neue Technik umgebaut.

Während der gesamten Umbau- und Installationsphase läuft die gefäßchirurgische Versorgung nahtlos weiter. Hierfür wurde ein anderer Operationssaal vorübergehend mit einem leistungsfähigen Leihgerät ausgestattet. Die etablierten Eingriffe können dort weiterhin durchgeführt werden, auch die gefäßchirurgische Notfallversorgung steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Erste Operationen zum Jahresende geplant

Bis Ende November sollen die Montage der neuen Anlage und die erforderlichen Tests abgeschlossen sein. Läuft alles nach Plan, kann der erste OP-Betrieb mit der neuen Technik Ende November oder Anfang Dezember aufgenommen werden. Rund 1,3 Millionen Euro investiert die RKH Gesundheit in die neue Medizintechnik, hinzu kommen knapp 200.000 Euro für die erforderlichen Baumaßnahmen.