Mühlacker: Zentrum Innere Medizin und Neubau Endoskopie

Ausbau Innere Medizin und Neubau Endoskopie wegen steigender Zahl an Patienten

Fabian Bunzel, Dr. Stefan Pfeiffer und Dr. René Gulden freuen sich auf den Neu- und Ausbau der Endoskopie Mühlacker
Fotograf: Peter Hepfer (von links): Fabian Bunzel, Dr. Stefan Pfeiffer und Dr. René Gulden freuen sich auf die Neu- und Ausbau der Endoskopie.

Pneumologie und Endoskopie im Zentrum Innere Medizin
Seit Übernahme der Klinik für Innere Medizin im RKH Krankenhaus Mühlacker durch den Ärztlichen Direktor Dr. Stefan Pfeiffer im Juni 2015 hat sich die Abteilung und ihr medizinisches Leistungsspektrum kontinuierlich weiterentwickelt. Neben den Fachgebieten der Kardiologie (Herz-Kreislauf-Erkrankungen), der Endokrinologie (Drüsen und Hormone), der Gastroenterologie (Magen-Darm-Erkrankungen), der Notfallmedizin und der Altersmedizin kam im April 2024 die Pneumologie (Lungenheilkunde) mit Endoskopie hinzu. Eine eigenständige Pneumologie war notwendig geworden, da sich aus dem Anstieg der Patientenzahlen auch ein höherer Bedarf an pneumologischen und endokopischen Leistungen ergeben hatte. „Entgegen dem allgemein üblichen Trend, dass die Patientenzahlen rückläufig sind oder kleinere Kliniken sogar schließen, verzeichnen wir im RKH Krankenhaus Mühlacker insbesondere in der Inneren Medizin signifikant steigende Fallzahlen“, sagt Fabian Bunzel, Regionaldirektor der RKH Enzkreis-Kliniken.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung wurde im RKH Krankenhaus Mühlacker ein Zentrum für Innere Medizin etabliert, um die einzelnen Fachgebiete unter einem Dach zu bündeln. Für die neue Klinik für Pneumologie und Endoskopie wurde mit Dr. René Gulden ein ausgewiesener Spezialist für das Amt des Ärztlichen Direktors und als Stellvertreter der Zentrumsleitung gewonnen. Der Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie verfügt über große Erfahrung in der Lungenheilkunde und war viele Jahre im Pforzheimer Helios-Klinikum tätig. „Wir wollen in der Fachabteilung eine Spezifizierung aufbauen und den Patienten im Bereich Diagnostik und Therapie dadurch ein größeres Leistungsportfolio bei der internistischen Versorgung bieten“, so Gulden. Dazu gehöre auch die geplante Inbetriebnahme einer „Weaning-Station“, also einer Einheit für die Entwöhnung von Intensivpatienten nach längerer Beatmungsdauer.

Neu- und Ausbau der Endoskopie
Steigende Patienten- und Untersuchungszahlen, begrenzte räumliche Kapazitäten und die notwendige Modernisierung der Medizintechnik machten den Neubau und die Erweiterung der Endoskopie notwendig. Es soll eine hochmoderne Endoskopie-Einheit auf 400 Quadratmetern mit neuesten Geräten, zwei Untersuchungsräumen mit der Option auf Erweiterung um einen dritten Raum, vier Räumen zur Diagnostik, einem Aufwachraum, einem Personalraum und einer Aufbereitungseinheit entstehen. Um höchsten Ansprüchen an die Hygiene gerecht zu werden, ist den Untersuchungsräumen ein reiner und unreiner Bereich vorgelagert, um benutzte Medizinprodukte wieder steril aufzubereiten. Die Abbrucharbeiten sind nahezu abgeschlossen, so dass im Juli die Baumaßnahmen starten können. Die neue Endoskopie soll im Februar 2025 in Betrieb gehen. Für das Bauprojekt werden rund 3,7 Mio. Euro investiert, von denen allein 1,3 Mio. Euro in neue medizinische Geräte fließen, darunter auch ein KI-gestützter Prozessor.

Regionaldirektor Fabian Bunzel dankt dem Aufsichtsrat der RKH Enzkreis-Kliniken und seinem Vorsitzenden, Landrat Bastian Rosenau, für die politische und finanzielle Unterstützung: „Durch seine wegweisenden und zukunftsorientierten Entscheidungen hat der Kliniken-Aufsichtsrat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die RKH Enzkreis-Kliniken zu einem wichtigen Gesundheitsanbieter in der Region entwickelt haben“. Durch seine Beschlüsse zur Umsetzung neuer medizinischer Konzepte und Investitionen in Bau und Ausstattung lege er die Basis für die positive Entwicklung, die sich in einer steigenden Patientenzahl niederschlage.