Modernisierte MRT-Technik ermöglicht präzisere Diagnostik und mehr Komfort für Patientinnen und Patienten

RKH Klinikum Ludwigsburg investiert 1,2 Millionen Euro in umfassend runderneuertes Hochleistungsgerät

Schärfere Bilder, kürzere Untersuchungszeiten und mehr Komfort für Patientinnen und Patienten: Das RKH Klinikum Ludwigsburg hat einen Magnetresonanztomographen (MRT) umfassend modernisiert und dafür rund 1,2 Millionen Euro investiert. Bis auf den Magnetkern wurde das 3-Tesla-Hochfeldgerät vollständig erneuert und mit modernster Bildgebungstechnologie sowie KI-gestützter Bildverarbeitung ausgestattet. Das Ergebnis: hochauflösende Aufnahmen, die Ärztinnen und Ärzten noch präzisere diagnostische Informationen liefern und gleichzeitig die Untersuchung für viele Patientinnen und Patienten erleichtern.

Im RKH Klinikum Ludwigsburg steht der derzeit modernste MRT im Klinikverbund der RKH Gesundheit zur Verfügung. Das neue System kommt bei einer Vielzahl medizinischer Fragestellungen zum Einsatz – unter anderem in der Neurologie, Neurochirurgie, Onkologie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Kardiologie, Urologie sowie der Frauenheilkunde. Dank der deutlich verbesserten Bildqualität lassen sich Veränderungen an Gehirn, Gelenken, Gefäßen und inneren Organen noch genauer darstellen. Auch seltene Erkrankungen oder funktionelle Untersuchungen wie beispielsweise die Abklärung vor einer neurochirurgischen Operation am Gehirn, welche Funktionen bestimmte Gehirnareale haben, können präziser durchgeführt werden.

„Unser Ziel ist es, Erkrankungen möglichst früh und zuverlässig zu erkennen. Die neue Technik liefert uns deutlich mehr Informationen aus den Bilddaten und unterstützt uns dabei, Diagnosen noch präziser zu stellen. Letztlich profitieren davon alle medizinischen Fachabteilungen durch eine bessere Behandlung, die unseren Patientinnen und Patienten zugutekommt“, sagt Prof. Dr. Stephan Meckel, Ärztlicher Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie.

Ein besonderer Vorteil zeigt sich bei Untersuchungen von Kindern sowie schwer kranken oder älteren Patientinnen und Patienten. Der neue MRT kann Bewegungen deutlich besser ausgleichen. Dadurch müssen Untersuchte beispielsweise seltener über längere Zeit die Luft anhalten oder vollkommen regungslos liegen. In geeigneten Fällen kann dies insbesondere bei kleinen Kindern dazu beitragen, Untersuchungen ohne Narkose zu ermöglichen. Die KI-gestützte Bildrekonstruktion verbessert zudem die Bildqualität und verkürzt die Auswertung, während die medizinische Beurteilung weiterhin durch erfahrene Radiologinnen und Radiologen erfolgt.

Auch das Untersuchungserlebnis wurde deutlich verbessert. Der Untersuchungsraum wurde heller und durch ein Deckenbild freundlicher gestaltet. Während einiger Untersuchungen können Patientinnen und Patienten Musik hören oder über eine spezielle Spiegelbrille Filme ansehen. Für Menschen mit Platzangst oder Kinder kann dies helfen, die Untersuchung entspannter zu erleben. Zusätzlich erleichtert ein neu installierter Deckenlifter den sicheren Transfer schwer kranker, immobiler oder stark übergewichtiger Patientinnen und Patienten auf den Untersuchungstisch. „Bei aller Hightech darf man nicht vergessen, dass für viele Menschen ein MRT eine ungewohnte oder sogar belastende Situation ist. Deshalb haben wir nicht nur die Bildgebung verbessert, sondern auch großen Wert auf den Komfort und die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten gelegt“, sagt Dr. Daniel Schweikardt, Oberarzt im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Das RKH Klinikum Ludwigsburg verfügt über insgesamt drei Magnetresonanztomographen, an denen jährlich rund 14.000 Untersuchungen durchgeführt werden, etwa 9.500 Neuro-MRTs, 3.500 allgemein-radiologische MRTs und rund 1.000 kardiologische MRTs.