Gute Nachrichten für Patientinnen und Patienten in der Region: Die RKH Rechbergklinik Bretten und die RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal haben bei der aktuellen Qualitätsbewertung der AOK hervorragende Ergebnisse in der Viszeralchirurgie erzielt. Beide Kliniken erhielten für jeweils einen häufig durchgeführten chirurgischen Eingriff die Bestbewertung von drei AOK-Lebensbäumen. Auch bei den weiteren untersuchten Operationen erreichten sie gute Ergebnisse.
Drei Lebensbäume bedeuten, dass eine Klinik bei der jeweiligen Behandlung zu den besten 20 Prozent der bundesweit bewerteten Krankenhäuser gehört und eine besonders geringe statistisch ermittelte Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Ereignisse aufweist.
Bestbewertung für Blinddarmoperationen in Bretten
Die Sektion für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der RKH Rechbergklinik Bretten unter Leitung von Dr. Volker Ihle erhielt drei AOK-Lebensbäume für die operative Entfernung des Wurmfortsatzes bei einer Blinddarmentzündung (Appendektomie). Auch bei der operativen Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) und der Behandlung von Leistenbrüchen (Leistenhernien) erzielte die Klinik mit jeweils zwei Lebensbäumen gute Ergebnisse.
Eine Blinddarmentzündung gehört zu den häufigen Ursachen für akute Bauchschmerzen und kann eine rasche operative Behandlung erforderlich machen. Neben der rechtzeitigen Diagnosestellung sind dabei ein geeignetes Operationsverfahren und die Vermeidung von Komplikationen entscheidend.
Bruchsal gehört bei Leistenbruchoperationen zur bundesweiten Spitzengruppe
Auch die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal unter Leitung von Prof. Dr. Sven Richter überzeugte im bundesweiten Qualitätsvergleich. Für die operative Behandlung von Leistenbrüchen erhielt sie die Bestbewertung von drei AOK-Lebensbäumen und schnitt bei Blinddarm- und Gallenblasenoperationen gut ab.
Leistenbrüche gehören zu den häufigsten chirurgisch behandelten Erkrankungen. Bei einer Operation wird die Bruchlücke in der Bauchwand verschlossen und gegebenenfalls mit einem Kunststoffnetz verstärkt. Welches Operationsverfahren zum Einsatz kommt, richtet sich unter anderem nach dem Befund und den individuellen Voraussetzungen der Patientinnen und Patienten.
Qualitätsbewertung durch die AOK
Für ihren bundesweiten Qualitätsvergleich nutzt die AOK das Verfahren „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR). Dabei werden Behandlungsdaten von AOK-Versicherten ausgewertet. Neben dem Verlauf des Krankenhausaufenthalts berücksichtigt die AOK auch mögliche Komplikationen und Folgebehandlungen nach der Entlassung. Unterschiedliche gesundheitliche Voraussetzungen der Patientinnen und Patienten fließen in die statistische Bewertung ein.
Für die Menschen in Bretten, Bruchsal und Umgebung bieten die Ergebnisse eine wichtige Orientierung bei der Wahl ihres Krankenhauses. Sie zeigen, dass beide RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe bei häufigen bauchchirurgischen Eingriffen eine gute und in einzelnen Bereichen überdurchschnittliche Behandlungsqualität erreichen und damit eine leistungsfähige chirurgische Versorgung in Wohnortnähe anbieten.