Akademie der RKH Gesundheit erhielt bundesweiten Forschungsförderpreis für Gesundheitsfachberufe

Denise Schindele wurde für ihre wissenschaftliche Arbeit zur Versorgung älterer schwerkranker Menschen ausgezeichnet

Prof. Dr. Gerhard Sybrecht, Vorsitzender der DIVI-Stiftung, überreichte Denise Schindele beim DIVI-Jahreskongress in Hamburg den Forschungsförderpreis im Bereich der intensiv- und notfallmedizinischen Gesundheitsberufe 2025.

Große Anerkennung für die Akademie der RKH Gesundheit: Denise Schindele, Fachbereichsleitung Weiterbildungen und Leiterin der Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie, wurde beim Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in Hamburg mit dem bundesweit vergebenen Forschungsförderpreis für Gesundheitsfachberufe ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die die Versorgung schwerkranker Menschen verbessern.

In ihrem Forschungsprojekt beschäftigte sich Schindele mit dem sogenannten geriatrischen Syndrom „Frailty“ – einem Zustand ausgeprägter körperlicher Schwäche, der vor allem ältere Menschen betrifft. Wer „frail“ ist, also sehr gebrechlich, hat ein höheres Risiko für Komplikationen und längere Krankheitsverläufe. Schindele untersuchte, welchen Einfluss diese Gebrechlichkeit darauf hat, ob Patientinnen und Patienten nach ihrer Entlassung erneut auf die Intensivstation müssen.

Das Forschungsprojekt hilft dabei, Behandlungskonzepte für ältere Menschen weiterzuentwickeln, unnötige Belastungen zu vermeiden und die Qualität der Intensivversorgung zu steigern. Frühzeitiges Erkennen von Gebrechlichkeit kann dazu beitragen, Krankenhausaufenthalte zu verkürzen, Rückfälle zu verhindern und Patientinnen und Patienten besser zu begleiten.

Für die DIVI-Stiftung ist das Thema hochrelevant. Die Jury betonte, dass die Forschung wichtige Impulse für eine verantwortungsvolle und patientengerechte Intensivmedizin setze. Denn sie helfe dabei, besser zu beurteilen, für wen eine intensivmedizinische Behandlung sinnvoll ist – und wie man ältere, gefährdete Menschen frühzeitig erkennt und zielgerichteter unterstützt. „Mein zentrales Anliegen ist es, die Ergebnisqualität für Ältere zu verbessern und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit intensivmedizinischen Ressourcen zu unterstützen – ein Thema, das augenblicklich sehr intensiv diskutiert wird“, so die Preisträgerin Denise Schindele.