Unser MVZ

Unser MVZ
Willkommen im Medizinischen Versorgungszentrum für Pränataldiagnostik
Bei uns steht Ihre und die Gesundheit Ihres Kindes im Mittelpunkt.
Herzlich willkommen im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Pränataldiagnostik im RKH Klinikum Ludwigsburg. Unseren Patientinnen wird in der Spezialsprechstunde für Pränataldiagnostik eine ausführliche und individuelle Beratung sowie Untersuchung auf mögliche vorgeburtliche Erkrankungen und Fehlbildungen angeboten.
Durch die enge Zusammenarbeit mit den Klinikärzten des RKH Klinikums Ludwigsburg wird eine nahtlose Betreuung, vom Ersttrimesterscreening bis zur Geburt, in einem Haus ermöglicht.
Leistungsspektrum
Ersttrimesterscreening(ETS) und Präeklampsiescreening
Das Ersttrimesterscreening hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und ermöglicht es, das Risiko für Chromosomenstörungen wie Trisomie 21, 13 oder 18 beim Ungeborenen abzuschätzen.
Durch das gleichzeitig durchgeführte Präeklampsiescreening kann bei erhöhtem Risiko für eine Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“) oder eine Plazentaunterfunktion das Risiko durch eine prophylaktische Therapie reduziert werden
Untersuchungszeitpunkt
Diese Untersuchung kann zwischen der 11+0 und 13+6 Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt werden, wenn die Scheitel-Steiß-Länge (SSL) des Kindes zwischen 45 und 84 mm liegt.
Der ideale Zeitraum für eine optimale Untersuchung ist zwischen der 12+0 und 13+4 SSW.
Vor der Untersuchung
Leider können Chromosomenstörungen und auch einige Fehlbildungen nicht behandelt werden. Daher empfehlen wir Ihnen, sich bereits vor der Untersuchung (gemeinsam mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin) zu überlegen, wie Sie sich im Falle eines auffälligen Befundes verhalten würden.
Rein technisch bitten wir Sie, sich zwei Tage vor der Ultraschalluntersuchung nicht einzucremen oder einzuölen. Vielen Dank im Voraus!
Sollte es Ihnen möglich sein, zur Untersuchung ein großes Badetuch mitzubringen, wird die Umwelt uns dies danken.
Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Krankenkassenkarte, den Mutterpass und – im Falle einer frühen Feindiagnostik mit medizinischer Indikation- eine Überweisung von Ihrem betreuenden Frauenarzt/Ärztin am Untersuchungstag mitzubringen.
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.
Ablauf der Untersuchung
Zunächst wird im Rahmen des Ersttrimesterscreenings eine ausführliche Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Dabei wird unter anderem die Nackentransparenz (NT) des Ungeborenen gemessen. Eine verbreiterte Nackentransparenz kann auf ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenstörung hinweisen. Sie liefert uns jedoch darüber hinaus möglicherweise auch Hinweise auf andere Erkrankungen wie Herzfehler, Bauchwanddefekte, Zwerchfellhernien, Skelettanomalien oder Stoffwechselstörungen.
Viele der Feten mit einer leicht verbreiterten Nackentransparenz sind aber auch gesund (bei NT < 4,5 mm ca. 70 % gesund, bei NT < 3,5 mm sogar über 90 % gesund).
Das Ersttrimesterscreening ist heutzutage viel mehr als „nur“ eine Nackentransparenzmessung – es hat sich zur frühen Fehlbildungsdiagnostik entwickelt. Bereits sehr früh lassen sich viele (schwerwiegende) Fehlbildungen, darunter Skelett- und Kopffehlbildungen sowie einige Herzfehler, ausschließen.
Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund, dass Fehlbildungen sehr viel häufiger auftreten als Fehlverteilungen des Erbguts.
Entsprechend ist das Abklärungsspektrum einer frühen Ultraschalluntersuchung viel breiter als beispielsweise bei einem Nicht-invasiven Pränataltest (NIPT).
Zusätzlich zur NT-Messung erfassen wir bei uns selbstverständlich auch weitere Ultraschallmarker wie das Nasenbein, den Blutfluss im Ductus venosus und den Blutfluss über der Trikuspidalklappe, um die Risikoberechnung weiter zu präzisieren.
Darüber hinaus werden aus dem mütterlichen Blut die biochemischen plazentaren Marker PAPP-A und freies beta-hCG bestimmt. Die Kombination aus anamnestischen Faktoren (Alter der Mutter, Parität, Raucherstatus etc.), den oben beschriebenen Ultraschallmarkern und den Blutwerten ermöglicht eine individuelle Risikoberechnung für Trisomie 21, 13 und 18.
Für diese spezielle Untersuchung und Risikoberechnung lassen wir uns jährlich von der Fetal Medicine Foundation (FMF) London rezertifizieren. Selbstverständlich verfügen wir im RKH MVZ Klinikum Ludwigsburg über eine Ultraschallgeräteausstattung mit der modernsten Technik der Firma GE Healthcare.
Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel 45–60 Minuten. Je nach Bedingungen und Ergebnis kann die Untersuchung jedoch auch länger oder kürzer dauern. Wir bitten Sie daher, ausreichend Zeit mitzubringen.
Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungsmethode
Das Ergebnis der individuellen Risikoberechnung wird als Häufigkeit angegeben, mit der ein bestimmtes Ereignis eintritt. Zum Beispiel bedeutet ein Risiko von 1:500 für Trisomie 21, dass von 500 Frauen mit demselben Risiko eine Frau ein Kind mit Down-Syndrom erwartet.
Im Falle eines hohen Risikos kann eine weitergehende Diagnostik, wie etwa eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung, sinnvoll sein.
Generell ist es weiterhin – selbst bei hervorragender technischer Ausstattung – nie möglich, Fehlbildungen vollständig auszuschließen. Eine unauffällige Ultraschalluntersuchung ist keine Garantie für ein gesundes Kind. Dementsprechend ist das Ersttrimesterscreening für Schwangere, die einen 100-prozentigen Ausschluss von Chromosomenstörungen wünschen, nicht ausreichend.
Auch aufgrund der geringen Größe vieler Organsysteme in der frühen Schwangerschaftswoche und der Tatsache, dass manche Strukturen noch nicht entwickelt sind, sind uns diagnostische Grenzen gesetzt. Ein unauffälliges Ersttrimesterscreening ist daher kein Ersatz für die ausführliche feindiagnostische Untersuchung inklusive Echokardiographie in der 20. bis 22. SSW.
Die technischen Grenzen des Ultraschalls sind variabel und abhängig von Faktoren wie beispielsweise Fruchtwassermenge, Lage des Feten, Beschaffenheit der Bauchdecke oder Öl auf der Haut.
Der große Vorteil einer frühen Diagnostik: Je früher ein Risiko erkannt wird, desto besser kann die individuelle Betreuung an das entsprechende Risikoprofil angepasst und gegebenenfalls Maßnahmen ergriffen werden, um die Gesundheit von Mutter und Kind positiv zu beeinflussen.
Sollten wir Ihnen wider Erwarten eine schwerwiegende Diagnose mit einer schlechten oder gar infausten Prognose mitteilen müssen, werden wir Sie als Team in Zusammenarbeit mit unserer hausinternen Seelsorgerin, Frau Leibbrandt, auf diesem schweren Weg kontinuierlich begleiten.
Bei Mehrlingsschwangerschaften ist die Beurteilung der Plazentaverhältnisse enorm wichtig, da diese später meist nicht mehr oder nur noch eingeschränkt erfolgen kann. Die Plazentaverhältnisse spielen jedoch eine entscheidende Rolle für die Planung der weiteren Betreuung und Entbindung dieser Risikoschwangerschaften.
Präeklampsiescreening
Im Rahmen des Ersttrimesterscreenings führen wir immer auch ein Präeklampsiescreening durch. Hier messen wir auch die Widerstände der Ae. Uterinae (Gefäßversorgung von der Schwangeren zur Gebärmutter und damit zur Plazenta) und können so gegebenenfalls ein erhöhtes Risiko für eine frühe Präeklampsie (schwere Bluthochdruckerkrankung in der Schwangerschaft) oder eine Plazentainsuffizienz (mangelnde Versorgung des Babys) im Verlauf der Schwangerschaft erkennen.
Das Positive daran: Heutzutage besteht die Möglichkeit, bei erhöhtem Präeklampsierisiko im Screening, durch die prophylaktische Gabe von ASS 100 bis 150 mg (0-0-1) vor der 16. SSW bis zur 32.–36. SSW (im Off-Label-Use) eine Risikoreduktion für diese Erkrankungen im weiteren Schwangerschaftsverlauf zu erreichen (ASPRE-Trial, Rolnik et al., NEJM 2017).
Kosten der Untersuchung
Das Ersttrimesterscreening wird als IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) angeboten, da die gesetzlichen Krankenkassen diese Leistung leider nicht vergüten.
Die Kosten betragen aktuell:
- Einling: 255,10 €
- Zwillinge/Mehrlinge: 391,83 €
Laborkosten für die biochemischen Screeningparameter von ca. 35€ werden Ihnen vom Labor Enders separat in Rechnung gestellt
Zusammenfassung
In der Zusammenschau bietet das Ersttrimesterscreening eine wertvolle Möglichkeit, sowohl genetische Risiken als auch strukturelle Fehlbildungen frühzeitig zu erkennen. So können gegebenenfalls weiterführende Diagnostik und frühzeitige medizinische Beratung erfolgen, was zu einer besseren Betreuung während der Schwangerschaft sowie unter und nach der Geburt führt.
Besonders wichtig ist uns eine umfassende und individuelle Beratung, damit Sie sich bei uns stets gut informiert und aufgehoben fühlen.
Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) kann gegebenenfalls das Ersttrimesterscreening ergänzen.
Die Feinultraschalluntersuchung in der 20.–22. SSW sollte jedoch auch bei unauffälligem Ersttrimesterscreening nicht vernachlässigt werden. Hier erfolgt die weitere Diagnostik, insbesondere von Strukturen, die zum frühen Zeitpunkt des Ersttrimesterscreenings noch nicht oder noch zu klein entwickelt sind und sich daher der frühen Beurteilung entziehen.
NIPT
Der nicht-invasive Pränataltest = NIPT hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und ermöglicht es, ein erhöhtes Risiko für die drei Chromosomenstörungen Trisomie 21, 18 oder 13 beim Ungeborenen abzuschätzen und hat für diese drei Erkrankungen eine sehr hohe Erkennungsrate bei gleichzeitig niedriger Falsch-Positiv-Rate.
Aktuell bieten wir primär den Harmony® Test der Firma Cenata an. Für Einzelfälle haben wir auch den PraenaTest® vorrätig.
Untersuchungszeitpunkt
Der NIPT kann ab 10 + 0 SSW theoretisch unabhängig von der Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, macht aber am meisten Sinn vor der Lebensfähigkeit des Kindes.
Bei einer zu frühen Blutabnahme hat man allerdings häufiger Testversager, aufgrund einer zu geringen fetalen Fraktion, sodass wir den NIPT ggfs. ergänzend zu dem Ersttrimesterscreening anbieten und die Blutabnahme zwischen 11+0 und 13+6 SSW durchführen. Eine alleinige Durchführung des NIPT ist medizinisch nicht sinnvoll, daher bieten wir keine isolierte Blutentnahme für den NIPT an.
Vor der Untersuchung
Leider können Chromosomenstörungen nicht behandelt werden. Daher empfehlen wir Ihnen, sich bereits vor der Untersuchung (gemeinsam mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin) zu überlegen, wie Sie sich im Falle eines auffälligen Befundes verhalten würden.
Wichtig ist hierbei, dass sie wissen, ein auffälliger NIPT muss zwingend weiter abgeklärt werden, da ein Teil der Kinder trotzdem keine Trisomie haben. Daher ist es wichtig, dass Sie verstehen, dass der NIPT-Befund keine Diagnose, sondern ein Screeningtest ist!
Ablauf der Untersuchung
Wir bieten in unserer Pränatalsprechstunde niemals eine isolierte Testdurchführung des NIPT an, da dieser immer in Kombination mit einem ausführlichen Ultraschall erfolgen sollte. Denn viele Fehlbildungen haben keine genetische Ursache und würden mit der isolierten Durchführung des NIPT unerkannt bleiben. Daher macht es am meisten Sinn, wenn sie im Rahmen eines Ersttrimesterscreenings oder zur frühen Feindiagnostik zu uns kommen, zunächst den Ultraschallbefund abzuwarten. Sollten hier auffällige Ergebnisse vorliegen, muss man ohnehin über eine invasive Diagnostik nachdenken, da der NIPT hier eine zu eingeschränkte diagnostische Breite hat.
Wir besprechen nach dem Ersttrimesterscreening die Risikoberechnungen für die drei häufigsten Trisomien und anschließend können Sie entscheiden, ob Sie in Ihrer individuellen Situation zusätzlich die Durchführung eines NIPT wünschen. Ist dies der Fall, kann die Blutabnahme bei der Schwangeren direkt im Anschluss an die Ultraschalluntersuchung erfolgen. Das Ergebnis teilen wir Ihnen nach ca. 5–7 Werktagen telefonisch mit.
Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungsmethode
Der NIPT hat eine hohe Erkennungsrate für die drei Trisomien 21, 18 und 13, bei gleichzeitig niedriger Falsch-Positiv-Rate. Er kann nicht-invasiv mit einer Blutabnahme der Schwangeren, ohne direktes Risiko für das Ungeborene, durchgeführt werden.
Trotz der sehr hohen Erkennungsrate von >99% für die Trisomie 21 erreicht der NIPT keine 100%ige Erkennungsrate. Auch falsch-positive Ergebnisse sind möglich. Daher sollte der Test als Screening-Verfahren betrachtet werden und NICHT als endgültige Diagnose. Bei einem positiven (auffälligen) Ergebnis ist es zwingend erforderlich, eine zweite, invasive diagnostische Methode wie Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese mit anschließender Chromosomenanalyse durchzuführen, wenn daraus eine Konsequenz gezogen werden soll.
Falsch-negative Ergebnisse können ebenfalls auftreten, insbesondere bei Trisomie 13. Nach aktuellen Studien erkennt der Harmony® Test (wie auch andere nicht-invasive pränatale Tests) etwa 30 von 32 Fällen der Trisomie 13, was einer Erkennungsrate von rund 93,8% entspricht. Allerdings wird die Trisomie 13 im Rahmen des Ersttrimester-Screenings durch qualifizierte Ultraschalluntersuchungen meist recht gut erkannt.
In einigen wenigen Fällen ist es möglich, dass der Harmony® Test kein Ergebnis liefert. Der häufigste Grund dafür ist, dass die Fetale Fraktion, also der Anteil des fetalen Erbguts im Blut, unter 4% liegt. Dies kann bei einem hohen maternalen Gewicht oder einer Abnahme in einer frühen Schwangerschaftswoche der Fall sein.
Weitere seltene Ursachen für nicht auswertbare oder falsche Ergebnisse können chromosomale Mosaike bei Mutter oder Plazenta, partielle Trisomien, Translokationen oder andere biologisch nicht eindeutig erklärbare Faktoren sein.
Bei etwa der Hälfte der Fälle, in denen der Test zunächst nicht ausgewertet werden kann, ist es möglich, durch eine erneute Blutabnahme zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. zwei Wochen später) ein Ergebnis zu erhalten. Falls die Ergebnisse auch beim zweiten Mal nicht auswertbar sind, besprechen wir mit Ihnen, wie wir in Ihrer individuellen Situation am besten weiter vorgehen und ob eventuell eine invasive Diagnostik in Betracht gezogen werden soll.
Grundsätzlich fallen für die Patientin keine Kosten an, wenn kein Ergebnis ermittelt werden kann.
Wann kann/soll der NIPT nicht durchgeführt werden?
Bei Transplantationen, Krebserkrankung oder bei Aneuploidien der Mutter ist der NIPT nicht validiert und kann nicht durchgeführt werden.
In einer Vanishing-Twin-Situation kann der NIPT erhöhte falsch positive und falsch negative Ergebnisse aufweisen, daher wird hier von einer Durchführung abgeraten. Dies ist ebenfalls bei höhergradigen Mehrlingen der Fall (Drillinge, Vierlinge usw.).
Bei Zwillingsschwangerschaften kann der NIPT durchgeführt werden und hat eine vergleichbare Sicherheit wie bei Einlingsschwangerschaften.
Die Information einer erfolgten Eizellspende muss unbedingt auf dem Anforderungsschein mitgeteilt werden, da bei einer verschwiegenen Eizellspende der NIPT-Test nicht auswertbar sein wird.
Kosten der Untersuchung
Die Kosten des NIPT werden in der Regel von der Kasse übernommen, wenn ein Hinweis auf eine Trisomie vorliegt ODER die Schwangere gemeinsam mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt zu der Einschätzung gelangt, dass der Test in ihrer individuellen Situation erforderlich ist.
Eine Analyse des Geschlechtes ist zusätzlich möglich, aber immer eine IGEL-Leistung. Diese wird Ihnen der NIPT-Anbieter mit aktuell 17,59 € gesondert in Rechnung stellen.
Eine Analyse geschlechtschromosomaler Erkrankungen ist ebenfalls möglich, aus unserer Sicht aber aufgrund einer hohen falsch-positiv-Rate gut zu überdenken. Auch dies ist keine Kassenleistung und kann für 69,00 € hinzugewählt werden.
Zusammenfassung
Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) kann gegebenenfalls das Ersttrimesterscreening sinnvoll ergänzen.
Die Feinultraschalluntersuchung sollte jedoch auch bei unauffälligem NIPT nicht vernachlässigt werden.
Feindiagnostik
Wir arbeiten Hand in Hand mit den Klinikärzten des Zentrum für Frauengesundheit Nordwürttemberg am RKH Klinikum Ludwigsburg zusammen und können so eine nahtlose Betreuung vom Ersttrimesterscreening bis zur Geburt bei uns ermöglichen.
Untersuchungszeitpunkt
Diese Untersuchung kann am besten zwischen der 20+0 und 22+6 Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt werden. Bei Bedarf oder bei Verdacht auf eine mögliche Erkrankung/Fehlbildung führen wir sie selbstverständlich auch jederzeit früher durch.
Vor der Untersuchung
Viele Informationen, die wir bei dieser Untersuchung gewinnen, sind enorm wichtig für die weitere Betreuung der Schwangerschaft, die Planung der Geburt und die optimale Versorgung des Neugeborenen direkt nach der Geburt.
Leider können Chromosomenstörungen und einige Fehlbildungen nicht behandelt werden. Daher empfehlen wir Ihnen, sich am besten bereits vor der Untersuchung (gemeinsam mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin) zu überlegen, wie Sie sich im Falle eines auffälligen Befundes verhalten würden.
Rein technisch bitten wir Sie, sich zwei Tage vor der Ultraschalluntersuchung nicht einzucremen oder einzuölen. Vielen Dank im Voraus! Sollte es Ihnen möglich sein, zur Untersuchung ein großes Badetuch mitzubringen, wird die Umwelt uns dies danken.
Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Krankenkassenkarte, den Mutterpass und gegebenenfalls eine Überweisung von Ihrem betreuenden Frauenarzt/Ärztin am Untersuchungstag mitzubringen. Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.
Ablauf der Untersuchung
Für diese spezielle Untersuchung bin ich nach der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) in Stufe II zertifiziert. Diese Qualifikation muss alle sechs Jahre rezertifiziert werden, sodass man seine Expertise im speziellen Ultraschall regelmäßig unter Beweis stellt.
Wenn Sie zu Ihrem persönlichen Untersuchungstermin kommen, werden wir Ihren Mutterpass anschauen und eine ausführliche Anamnese erheben. Bitte kommen Sie daher möglichst 10–15 Minuten vor Ihrem Termin, um die Unterlagen – auch zum Datenschutz – in Ruhe ausfüllen zu können.
Anschließend folgt die ausführliche Ultraschalluntersuchung und ein zusammenfassendes Abschlussgespräch. Normalerweise erhalten Sie direkt nach Untersuchungsende einen schriftlichen Befund für Ihren Frauenarzt und eine Ausfertigung für Ihre eigenen Unterlagen.
Selbstverständlich haben wir im RKH MVZ Klinikum Ludwigsburg eine Ultraschallgeräteausstattung mit der modernsten Technik der Firma GE Healthcare.
Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel 45–60 Minuten. Je nach Bedingungen und Ergebnis kann diese aber auch mal länger oder kürzer dauern. Wir bitten Sie daher, ausreichend Zeit mitzubringen.
Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungsmethode
In den allermeisten Fällen entdecken wir keine Auffälligkeiten, sodass die Untersuchung zu Ihrer Beruhigung beitragen kann und Sie den Rest der Schwangerschaft weiter „in guter Hoffnung“ verbringen dürfen.
Die Feindiagnostik geht über die Inhalte des II. Ultraschall-Screenings nach den Mutterschaftsrichtlinien bei Ihrem betreuenden Frauenarzt hinaus. Bei dieser Ultraschalluntersuchung kann eine Vielzahl möglicher Organfehlbildungen und Entwicklungsverzögerungen ausgeschlossen werden, die in der Frühschwangerschaft (z. B. beim Ersttrimester-Screening) zum Teil noch nicht erkannt werden können.
Generell gilt jedoch:
Ein vollständiger Ausschluss aller Fehlbildungen ist niemals möglich – selbst bei hervorragender technischer Ausstattung und höchster Sorgfalt des Untersuchers. Eine unauffällige Ultraschalluntersuchung ist keine Garantie für ein gesundes Kind.
Auch ist ein Ausschluss von Chromosomenstörungen mittels Ultraschall nicht möglich, da genetische Erkrankungen nicht immer mit Organfehlern einhergehen und sich dann der Ultraschalldiagnostik entziehen. Dies gilt insbesondere für geistige Retardierung.
Auch bei sehr kleinen Defekten, z.B. einem kleinen Loch in der Herzscheidewand oder kleineren Defekten im Bereich der Wirbelsäule, stößt die Ultraschalldiagnostik an technische Grenzen. Diese Grenzen sind sehr variabel, denn sie sind abhängig von Faktoren wie beispielsweise Fruchtwassermenge, Lage des Feten, Bauchdeckenbeschaffenheit, Öl auf der Haut etc.
Da 80 % der angeborenen Fehlbildungen keine genetische Ursache haben, ist ein Organscreening des Feten auch im Zeitalter des NIPT aus unserer Sicht unerlässlich. In der Feindiagnostik werden alle darstellbaren Organe ausführlich untersucht, und es wird darauf geachtet, ob es Hinweise auf das Vorliegen einer Fehlbildung oder Merkmale gibt, die eine genetische Erkrankung wahrscheinlicher machen.
Des Weiteren wird das zeitgerechte kindliche Wachstum überprüft, die Lage und der Reifungsprozess der Plazenta überwacht und Anomalien an der Nabelschnur können erkannt werden. Die Fruchtwassermenge wird ebenfalls gemessen.
Sollten sich in dieser Organscreening-Untersuchung, kombiniert mit einer Echokardiographie (Untersuchung des kindlichen Herzens) und einer Doppleruntersuchung des fetomaternalen Gefäßsystems, Auffälligkeiten ergeben, werden die Untersuchungsintervalle entsprechend Ihres individuellen Risikoprofils angepasst.
Gegebenenfalls ist auch eine weiterführende invasive Diagnostik sinnvoll, die wir ebenfalls in unserer Sprechstunde durchführen. In manchen Fällen ist eine Beratung durch unsere Kinderärzte/-innen oder Kinderchirurgen/-innen und bei Bedarf durch weitere Spezialisten erforderlich. Zudem werden Sie nahtlos an die geburtshilfliche Sprechstunde für Risikoschwangerschaften angebunden, um den besten Geburtsweg zum optimalen Zeitpunkt für Sie und Ihr Kind zu finden.
Auch kann insbesondere in der Situation, dass Sie möglicherweise ein Kind mit einer Fehlbildung oder einem genetischen Syndrom erwarten, eine vorgeburtliche Diagnosestellung für die Vorbereitung und psychologische Auseinandersetzung mit dem Thema von Vorteil sein.
Auf diesem schweren Weg werden Sie von uns als Team in Zusammenarbeit mit unserer hausinternen Seelsorgerin, Frau Leibbrandt, kontinuierlich begleitet.
Kosten der Untersuchung
Ihr betreuender Frauenarzt wird Sie, sollten Sie einen entsprechenden Grund für diese Untersuchung haben, zu uns überweisen. Dann übernimmt in der Regel Ihre Krankenkasse die Kosten.
Sollte dies nicht der Fall sein, steht es Ihnen frei, diese Untersuchung zur eigenen Absicherung als IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) in Anspruch zu nehmen.
Kosten der Feindiagnostik als IGeL-Leistung:
277,60 € inklusive Echokardiographie und Doppleruntersuchung des fetomaternalen Gefäßsystems (bei einem Einling)
Zusammenfassung
Der feindiagnostische Ultraschall im II. Trimenon bietet eine wertvolle Möglichkeit, sowohl genetische Risiken als auch strukturelle Fehlbildungen zu erkennen. So können gegebenenfalls weiterführende Diagnostik und medizinische sowie psychologische Beratung bereits vorgeburtlich erfolgen. Dies führt zu einer besseren Betreuung während der Schwangerschaft sowie unter und nach der Geburt. Auch Patientinnen mit dem Wunsch nach einer zweiten Meinung werden gerne von uns beraten.
Eine umfassende und individuelle Beratung sowie nahtlose Begleitung liegen uns sehr am Herzen, damit Sie sich bei uns stets gut informiert und aufgehoben fühlen – vom Ersttrimester-Screening bis zur Geburt durch unser interdisziplinäres Team des Perinatalzentrums Level I im RKH Klinikum Ludwigburg.
Echokardiographie
Untersuchungszeitpunkt
Bei der fetalen Echokardiographie untersuchen wir strukturiert das Herz des Babys im Mutterleib mittels Ultraschall. Diese Untersuchung wird meist im Rahmen der Feindiagnostik zwischen der 20+0 und 22+6 Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt. Eine frühe Echokardiographie wird nach Möglichkeit im Rahmen des Ersttrimester-Screenings durchgeführt. Hier können bereits im ersten Trimenon ca. 50% aller schweren Herzfehler ausgeschlossen werden. Bei Bedarf oder bei Verdacht auf eine mögliche Erkrankung/Herzfehler führen wir sie selbstverständlich auch zu jedem Zeitpunkt (ab 13./14. SSW) in der Schwangerschaft durch.
Vor der Untersuchung
Viele Informationen, die wir bei dieser Untersuchung gewinnen können, sind enorm wichtig für die weitere Betreuung der Schwangerschaft, die Planung der Geburt und die optimale Versorgung des Neugeborenen direkt nach der Geburt.
Meist ist die Untersuchung unauffällig und beruhigt die werdenden Eltern. Aber circa 1% der lebendgeborenen Kinder kommen mit einem Herzfehler zur Welt, daher empfehlen wir Ihnen, sich am besten bereits vor der Untersuchung (gemeinsam mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin) zu überlegen, wie Sie sich im Falle eines auffälligen Befundes verhalten würden.
Rein technisch bitten wir Sie, sich zwei Tage vor der Ultraschalluntersuchung nicht einzucremen oder einzuölen. Vielen Dank im Voraus.
Sollte es Ihnen möglich sein, zur Untersuchung ein großes Badetuch mitzubringen, wird die Umwelt uns dies danken.
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.
Ablauf der Untersuchung
Für diese spezielle Untersuchung bin ich nach der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) in Stufe II zertifiziert. Diese Qualifikation muss alle sechs Jahre rezertifiziert werden, sodass man seine Expertise im speziellen Ultraschall regelmäßig unter Beweis stellt.
Wenn Sie zu Ihrem persönlichen Untersuchungstermin kommen, werden wir Ihren Mutterpass anschauen und eine ausführliche Anamnese erheben. Bitte kommen Sie daher möglichst 10–15 Minuten vor Ihrem Termin, um die Unterlagen – auch zum Datenschutz – in Ruhe ausfüllen zu können.
Anschließend folgt die ausführliche Ultraschalluntersuchung und ein zusammenfassendes Abschlussgespräch. Normalerweise erhalten Sie direkt nach Untersuchungsende einen schriftlichen Befund für Ihren Frauenarzt und eine Ausfertigung für Ihre eigenen Unterlagen.
Selbstverständlich haben wir im RKH MVZ Klinikum Ludwigsburg eine Ultraschallgeräteausstattung mit der modernsten Technik der Firma GE Healthcare.
Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel 45–60 Minuten. Je nach Bedingungen und Ergebnis kann diese aber auch mal länger oder kürzer dauern. Wir bitten Sie daher, ausreichend Zeit mitzubringen.
Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchungsmethode
In den allermeisten Fällen entdecken wir keine Auffälligkeiten, sodass die Untersuchung zu Ihrer Beruhigung beitragen kann und Sie den Rest der Schwangerschaft weiter „in guter Hoffnung“ verbringen dürfen.
Die Echokardiographie geht über die Inhalte des II. US-Screenings nach Mutterschaftsrichtlinien bei Ihrem betreuenden Frauenarzt hinaus. Die Detektionsrate von Herzfehlern hängt stark von den Untersuchungsbedingungen ab (Gerät, Erfahrung des Untersuchers, Lage des Kindes, Bauchdeckendicke und ‑beschaffenheit …), aber auch vom Schwangerschaftsalter. Bei der frühen fetalen Echokardiographie in der 12.-15. SSW können bereits 50–60 % der schweren Herzfehler erkannt werden, der optimale Zeitpunkt für die Untersuchung liegt in der 19.- 22. SSW. Hier können bei einem erfahrenen Untersucher und guten Ultraschallbedingungen ca. 80–90 % der schweren Herzfehler erkannt werden.
Generell gilt jedoch:
Ein vollständiger Ausschluss aller Herzfehler ist niemals möglich, selbst bei hervorragender technischer Ausstattung und höchster Sorgfalt des Untersuchers. Insbesondere kleine Löcher in der Herzscheidewand (VSD) entziehen sich häufig der Ultraschalldiagnostik. Die gute Nachricht ist, dass diese meist keine direkte Therapie nach der Geburt benötigen. Die Kinder werden aber nach der Geburt routinemäßig ein Herzscreening mit O2-Sättigungsmessung in den ersten 24h und eine Auskultation bei der U2-Untersuchung von unseren Kinderärzten erhalten.
Andere Herzfehler zeigen sich erst nach der Geburt, wenn sich der Blutkreislauf des Babys nach den ersten Atemzügen umstellt. Das Blut zirkuliert nämlich, solange das Baby im Bauch ist und die Plazenta die Sauerstoffversorgung übernimmt, anders als nach der Geburt, wenn die Sauerstoffversorgung über die kindliche Lunge erfolgt.
Generell ist eine unauffällige Ultraschalluntersuchung keine Garantie für ein gesundes Kind.
Auch ist niemals mittels einer Ultraschalluntersuchung ein Ausschluss von Chromosomenstörungen möglich, da genetische Erkrankungen nicht immer mit Organfehlern einhergehen und sich dann der Ultraschalldiagnostik entziehen.
Da 70–80 % der angeborenen Herzfehler keine genetische Ursache haben, ist ein Organscreening des Feten in Kombination mit einer qualifizierten Echokardiographie auch im Zeitalter des NIPT aus unserer Sicht unerlässlich.
Sollten sich Auffälligkeiten ergeben, können diese relevanten Einfluss auf die Geburtsplanung und die Weiterbetreuung ihrer Schwangerschaft haben. Sollte wider Erwarten die Diagnose eines Herzfehlers gestellt werden, können wir risikoadaptiert die weitere Betreuung, wie auch die optimale Versorgung direkt nach der Geburt organisieren.
Gegebenenfalls ist eine weiterführende invasive Diagnostik sinnvoll. Diese führen wir ebenfalls in unserer Sprechstunde durch.
Auch kann insbesondere in der Situation, dass sie möglicherweise ein Kind mit einem Herzfehler oder einem genetischen Syndrom erwarten, eine vorgeburtliche Diagnosestellung für die Vorbereitung und psychologische Auseinandersetzung mit dem Thema, von Vorteil sein. Auf diesem schweren Weg werden sie von uns als Team in Zusammenarbeit mit unserer hausinternen Seelsorgerin, Frau Leibbrandt, kontinuierlich begleitet.
Kosten der Untersuchung
Ihr betreuender Frauenarzt wird Sie, sollten Sie einen entsprechenden Grund für diese Untersuchung haben, zu uns überweisen. Dann übernimmt in der Regel Ihre Krankenkasse die Kosten.
Sollte dies nicht der Fall sein, steht es Ihnen frei, diese Untersuchung zur eigenen Absicherung als IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) in Anspruch zu nehmen.
Kosten der Feindiagnostik als IGeL-Leistung:
- 277,60 € inklusive Echokardiographie und Doppleruntersuchung des fetomaternalen Gefäßsystems (bei einem Einling)
Zusammenfassung
Die Echokardiographie bietet eine wertvolle Möglichkeit, angeborene Herzfehler frühzeitig zu erkennen. So können gegebenenfalls weiterführende Diagnostik und medizinische sowie psychologische Beratung bereits vorgeburtlich erfolgen. Dies führt nicht nur zu einer besseren Betreuung während der Schwangerschaft, sondern auch unter und nach der Geburt.
Eine umfassende und individuelle Beratung sowie nahtlose Begleitung liegen uns sehr am Herzen, damit Sie sich bei uns stets gut informiert und aufgehoben fühlen – vom Ersttrimester-Screening bis zur Geburt durch unser interdisziplinäres Team des Perinatalzentrums Level I im RKH Klinikum Ludwigsburg.
Dopplersonographie des fetomaternalen Gefäßsystems
Bei dieser Untersuchung schauen wir nach der Gefäßversorgung von ihnen zur Gebärmutter, und damit zur Plazenta, als auch von dem Kind selbst. Sie wird meist im Rahmen der Feindiagnostik in der 20+0 und 22+6 Schwangerschaftswoche (SSW) erstmalig durchgeführt. Bei Bedarf, z. B. wenn das Baby nicht ausreichend gut wächst oder in der ersten Untersuchung kontrollbedürftige Gefäßwiderstände aufgefallen sind, führen wir die Dopplersonographie selbstverständlich auch zu jedem Zeitpunkt in der Schwangerschaft durch.
Im Rahmen des Ersttrimesterscreenings führen wir immer auch ein Präeklampsiescreening durch. Hier messen wir auch die Widerstände der Ae. uterinae (Gefäßversorgung von der Schwangeren zur Gebärmutter und damit zur Plazenta) und können so gegebenenfalls ein erhöhtes Risiko für eine frühe Präeklampsie (schwere Bluthochdruckerkrankung in der Schwangerschaft) oder eine Plazentainsuffizienz (mangelnde Versorgung des Babys) im Verlauf der Schwangerschaft erkennen.
Das Positive daran: Heutzutage besteht die Möglichkeit, bei erhöhtem Präeklampsierisiko im Screening, durch die prophylaktische Gabe von ASS 100 bis 150 mg (0-0-1) vor der 16. SSW bis zur 32.–36. SSW (im Off-Label-Use) eine Risikoreduktion für diese Erkrankungen im weiteren Schwangerschaftsverlauf zu erreichen (ASPRE-Trial, Rolnik et al., NEJM 2017).
Während der Schwangerschaft ist eine Doppleruntersuchung des fetomaternalen Gefäßsystems bei folgenden Indikationen nach Mutterschaftsrichtlinie indiziert:
- Verdacht auf intrauterine Wachstumsretardierung
- Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen (in allen ihren Ausprägungen)
- Zustand nach Mangelgeburt (small for gestational age)/intrauterinem Fruchttod
- Zustand nach Präeklampsie/Eklampsie
- Auffälligkeiten der fetalen Herzfrequenzregistrierung
- Begründeter Verdacht auf Fehlbildung/fetale Erkrankung
- Mehrlingsschwangerschaft bei diskordantem Wachstum
- Abklärung bei Verdacht auf Herzfehler/Herzerkrankungen.
Die Dopplersonographie des fetomaternalen Gefäßsystems bietet eine wertvolle Möglichkeit, mögliche Schwangerschaftserkrankungen/-komplikationen frühzeitig zu erkennen. So können gegebenenfalls weiterführende Diagnostik und Beratung bereits vorgeburtlich erfolgen. Dies führt zu einer besseren Betreuung während der Schwangerschaft und optimiert die Geburtsplanung.
Eine umfassende und individuelle Beratung, sowie nahtlose Begleitung liegen uns sehr am Herzen, sodass Sie sich bei uns stets gut informiert und aufgehoben fühlen. Wenn notwendig, betreuen wir sie auch gemeinsam mit den geburtshilflichen Kollegen, Hand in Hand bzw. im Wechsel. So erleben sie eine Rundumbetreuung während der gesamten Schwangerschaft und der Geburt durch unser interdisziplinäres Team des Perinatalzentrums Level I im RKH Klinikum Ludwigsburg.
3D/4D Ultraschall
Die 3D-Sonographie kann uns in vielen Fragestellungen zusätzliche medizinische Informationen liefern. Um diese durchzuführen haben wir selbstverständlich im RKH MVZ Klinikum Ludwigsburg eine Ultraschallgeräteausstattung mit der modernsten Technik der Firma GE-Healthcare.
Nachfolgend sehen Sie einige Beispiele:








Invasive Diagnostik (CVS/AC)
Bei einer invasiven Diagnostik ist das Ziel kindliche bzw. plazentare Zellen zu gewinnen, um diese auf Chromosomenstörungen oder weiterführend auf genetische Mutationen zu untersuchen.
Eine Mutterkuchenuntersuchung = Chorionzottenbiopsie (CVS) kann ab 11+0 SSW1 , eine Fruchtwasseruntersuchung =Amniocentese (AC) kann ab 15+0 SSW1 durchgeführt werden.
Sollte die Indikation zur invasiven Abklärung ein auffälliger NIPT sein, ist die Methode der Wahl eine Fruchtwasseruntersuchung, da man bei der Chorionzottenbiopsie, wie auch beim NIPT, plazentare Zellen untersucht.
Die Komplikationsrate der Eingriffe liegen mittlerweile bei 0,2-1,1 % für einen frühen vorzeitigen Blasensprung und damit gegebenenfalls verbundenen Früh-/Fehl-/Totgeburt.
Sollte ein solcher Eingriff bei Ihnen notwendig sein oder Ihr Wunsch, klären wir Sie selbstverständlich vorher ausführlich und individuell über Ablauf und Risiken auf.
Quellen:
1. Empfehlungen der DEGUM zur Durchführung von Amniozentese und Chorionzottenbiopsie , Kähler C et al. , Ultraschall in Med 2013; 34: 435–440
Kontakt
Adresse
RKH Klinikum Ludwigsburg
Frauen-Kind-Zentrum
Posilipostraße 4
71640 Ludwigsburg
Telefonische Erreichbarkeit
Mo und Di: 08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 16:00 Uhr
Mi: 14:00 - 16:00 Uhr
Do: 14:00 - 16:00 Uhr
Fr: 08:00 - 11:00 Uhr
07141-99-94049
07141-99-67619
mvz-klb.gynaekologie(at)rkh-gesundheit.de
Terminvergabe
Team

Dr. med. Jasmin Winkelhaus
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe (DEGUM II)
Zusatzbezeichnung:
- DEGUM Stufe II (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin)
- Zertifizierung durch die FMF London (Nackentransparenzmessung, Nasenbein, Trikupidalklappe, Ductus venosus, Arteria uterina/ Präeklampsie-Screening)
- Anerkennung zur fachgebundenen genetischen Beratung

Julia-Christin Maria Günther
Medizinische Fachangestellte