Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Mühlacker

Die Frauenklinik bietet ein breites Leistungsspektrum in der Gynäkologie

Unsere Klinik ist eine zertifizierte Endometrioseklinik und ein Myomzentrum.
Unter Einbeziehung der persönlichen Situation, insbesondere der Frage nach Familienplanung und der individuellen Beschwerden, wird in der Endometrioseklinik in Mühlacker für die Patientinnen ein passendes Behandlungskonzept entwickelt, das auch auf die unterschiedlichen Endometrioseformen abgestimmt ist. Im Fokus steht eine individuelle Betreuung von der Beratung in der Spezialsprechstunde über die Diagnostik bis hin zur operativen Behandlung und fachkompetenten Begleitung während der gesamten Therapie. Durch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen in den RKH Kliniken ist die Endometrioseklinik in Mühlacker in der Lage, auch die schwersten Formen der Endometriose mit Ausdehnung in benachbarten Organen operativ zu behandeln.

Die operative Therapie der Gynäkologie setzt einen wesentlichen Schwerpunkt mit der modernen minimal- invasiven Chirurgie („Schlüssellochchirurgie“). Privatdozent Dr. Admir Agic erhielt 2018 die höchste MIC III Zertifizierung der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Endoskopie (AGE), im Jahre 2019 die Schwerpunktweiterbildung Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und im Jahre 2020 die Schwerpunktweiterbildung Gynäkologische Onkologie.

In der operativen Therapie des Endometriumkarzinoms benutzen wir auch die minimal-invasive Chirurgie mit ICG-Technik der Wächter(Sentinel)-Lymphknoten Markierung und Entfernung, um die häufig unnötige radikale Lympknotenentfernung bei Endometriumkarzinomen zu vermeiden. Bei der ICG-Technik können durch die Verwendung von Indocyaningrün (ICG) als fluoreszierender Farbstoff anatomische Strukturen sichtbar gemacht werden.

Daneben gelten die Diagnostik und Therapie der Harninkontinenz und alle im Zusammenhang mit der Behandlung von Krebsleiden erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen als eines der Hauptarbeitsgebiete in der Gynäkologie.

Die Qualifikation des Ärzteteams wird durch regelmäßige interne Fortbildungen, Tumorkonferenzen und externe Veranstaltungen für und mit niedergelassenen Ärzten sichergestellt.

Die Terminvergabe zu unseren Sprechstunden (Privatsprechstunde, Endometriosesprechstunde, minimal invasive Chirurgie Sprechstunde, Allgemeinsprechstunde, Mammasprechstunde, urogynökolog. Sprechstunde) erfolgt über Tel. 07041-15-50401.

Leistungsspektrum

Operative Gynäkologie

Minimal-invasive Operationen an Gebärmutter, Eierstöcken und Eileitern (Laparoskopie - Klicken Sie hier um mehr über die Laparoskopie zu erfahren) und in der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie - Klicken Sie hier um mehr über die Hysteroskopie zu erfahren) inklusive:

  • Diagnostische Spiegelung der Gebärmutter- Hysteroskopie (ambulant)
  • Hysteroskopische Myomentfernung (ambulant)
  • Endometriumablation (mit der Schlinge oder NovaSure) (ambulant)
  • Hysteroskopische Septumresektion (ambulant)
  • Diagnostische Laparoskopie bei unklaren Schmerzen (ggf. ambulant)
  • Laparoskopische Diagnostik bei Sterilität- Chromopertubation (ggf. ambulant)
  • Laparoskopische Adnexchirurgie
  • Laparoskopische Sterilisierung (ambulant)
  • Endometriose
  • Laparoskopische Myomentfernung
  • Fehlbildungschirurgie
  • Totale und subtotale (suprazervikale) laparoskopische Gebärmutterentfernung- Hysterektomie (TLH, LASH)
  • Laparoskopische radikale Hysterektomie bei Zervixkarzinom
  • Fertilitätschirurgie
  • Laparoskopische Therapie bei Verwachsungen im Bauch
  • Laparoskopische pelvine und paraortale Lymphknotenentfernung (Lymphonodektomie) bei Endometrium- und Zervixkarzinom
  • Spezielle Operationsverfahren zur Behebung eines Deszensus (Senkung der Geschlechtsorgane), insbesondere laparoskopische Verwendung von Netzen zur Stabilisierung des Scheidengewebes: laparoskopische Sakrokolpopexie, Zervikosakropexie oder Hysterosakropexie
  • Sentinel-Lymphknotentechnik im kleinen Becken bei Endometrium- und Zervixkarzinom

Vaginale Operationen

  • Vaginale Hysterektomie
  • Vordere Plastik
  • Hintere Plastik
  • Operation nach Amreich/Richter
  • Konisation- vorwiegend mit der Schlinge  (ambulant)
  • Marsupialisation (ambulant)
  • Kürettage (ambulant)

Offene Operationen (Laparotomien)

  • Offene Tumorchirurgie bei bösartigen Erkrankungen- stadiengerechte Operationen bei Ovarialkarzinom. Bei Endometrium oder Zervixkarzinom nur in Ausnahmenfällen, bevorzugt laparoskopisch.
  • Offene Hysterektomien (nur in Ausnahmenfällen, bevorzugt laparoskopisch oder vaginal)
  • Offene Myomenukleation

Endometrioseklinik

Leiden Sie unter Kinderlosigkeit oder Schmerzen im Unterleib – besonders vor oder während der Menstruation? So könnte eine Endometriose die Ursache sein. Weitere Hinweise sind Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie bei der Entleerung von Darm und Harnblase.

Endometriose betrifft Frauen im geschlechtsreifen Alter und ist definiert als das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, zumeist im kleinen Becken.

Diese schmerzhafte Erkrankung ergreift viele Bereiche des Lebens und schränkt die Lebensqualität von betroffenen Frauen erheblich ein. Körperliche, emotionale und soziale Einflüsse sind genauso tiefgreifend, wie partnerschaftliche Probleme und Minderung der Fähigkeit, Kinder zu bekommen. Hinzu kommen Beeinträchtigungen der beruflichen Entwicklung und einer erfüllten Sexualität. Missverstanden und von Medizinern nicht für Ernst genommen sind Betroffene oft verzweifelt.

Wenn in Ihrem Fall vieles für eine Endometriose spricht, sollte die Diagnose durch eine Gewebe-Probeentnahme gesichert werden. Dies ist durch eine Bauchspiegelung möglich, bei der in gleicher Narkose auch die Therapie erfolgen kann. Dazu werden die Endometrioseherde gezielt chirurgisch entfernt.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Endometriose-Therapie ist die hormonelle Behandlung, die Anbindung an ein Kinderwunschzentrum, Schmerztherapie und ergänzende (komplementär) medizinische Ansätze. Auch der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe ist für viele Patientinnen hilfreich.

Unsere enge Zusammenarbeit mit Kinderwunschzentren vor und nach der Operation stellt hier einen besonderen Vorteil für Sie dar.

Download Flyer: Endometriose

Was ist Endometriose?

Die Endometriose ist die zweithäufigste, gynäkologische Erkrankung und betrifft ca. 10% - 15% aller Frauen im gebärfähigen Alter.
Die Endometriose gilt als das Chamäleon unter den gutartigen gynäkologischen Erkrankungen auf Grund der unterschiedlichen Symptome und Stellen, an denen Sie auftreten kann. Zudem können bis zu sechs Jahre zwischen Erstsymptom und Diagnosestellung vergehen.
Zu den häufigsten Beschwerden zählen u. a.:

  • Dysmenorrhoe (Menstruationsschmerzen)
  • Dyspareunie (Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs)
  • Meno-Metrorrhagien (Blutungsstörungen der Gebärmutter)
  • Akute/chronische Unterbauchschmerzen
  • Übelkeit, Darmsymptome, Dyschezie (Schmerzen/Schwierigkeiten bei der Stuhlentleerung)
  • Dysurie (Schmerzen/Schwierigkeiten beim Wasserlassen)
  • unerfüllter Kinderwunsch

Gerne beraten wir Sie ausführlich zu diesem Thema!

Diagnostik

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung der Endometriose ist insofern wichtig, da ein frühes Erkrankungsstadium durch seine höhere Stoffwechselaktivität besser als eine fortgeschrittene Erkrankung auf eine Therapie mit Hormonen reagiert.

Für die Diagnosestellung ist ein ausführliches Arztgespräch unter besonderer Beachtung Ihrer Beschwerden sehr wichtig.

Der gynäkologische Untersuchungsbefund kann bei sichtbaren Veränderungen, wie z.B. im Bereich der Haut, Vagina, Vulva und Portio, bereits wegweisend sein. Der Tastbefund liefert bei knotigen Befunden innerhalb des kleinen Beckens klare Hinweise. Bildgebende Verfahren erlauben zum Teil eine Lokalisation und genaue Vermessung der Befunde. Jedoch sind sie bei Befall des Bauchfelles wertlos.

Die endgültige Diagnose einer Endometriose kann nur durch die feingewebliche Untersuchung nach Entfernung der Herde gestellt werden.

Behandlung

Ziel ist die Erstellung individueller Behandlungskonzepte

Unter Einbeziehung der persönlichen Situation, insbesondere der Frage nach Familienplanung und der individuellen Beschwerden, wird ein individuelles Behandlungskonzept entwickelt, das auch auf die unterschiedlichen Endometrioseformen abgestimmt ist. Eine Kombination aus medikamentöser hormoneller Therapie und Operation ist häufig notwendig und sinnvoll.

Der Weg zur klaren Diagnose führt in den meisten Fällen über eine diagnostische Bauchspieglung. In dieser Situation werden neben der diagnostischen Probeentnahme alle sichtbaren Läsionen entfernt, Adhäsionen (Verwachsungen) gelöst und im Falle einer Kinderwunsch-Situation eine Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter angeboten. Sollte ein aus-gedehnter Befund vorliegen, kann auch ein interdisziplinärer Eingriff nötig sein. Durch enge Zusammenarbeit mit Viszeralchirurgie und Urologie sind wir in der Lage, nicht nur die Form der Endometriose operativ zu behandeln, die sich oberflächlich auf Organgen befindet, sondern tiefer liegende Formen mit Ausdehnung in benachbarten Organen (Darm, Harnblase, Harnleiter).

Ziel der operativen Therapie ist dann eine möglichst komplette Entfernung aller sichtbaren Endometrioseherde unter maximaler Schonung des Umgebungsgewebes. Das gelingt meist ebenfalls durch den Einsatz minimal-invasiver Operationstechniken (Laparoskopie/Bauchspiegelung).
Der Ärztliche Direktor, Privatdozent Dr. Admir Agic besitzt die höchste Kompetenz in minimal-invasiver Chirurgie (MIC III-Zertifikat).

Möchten Sie sich beraten und gegebenenfalls behandeln lassen oder wünschen Sie eine Zweitmeinung, dann stellen Sie sich gerne im Rahmen der Sprechstunde (mit Überweisung durch Ihren Frauenarzt) bei uns vor.

Ambulante Operationen

Geplante ambulante Operationen werden optimalerweise freitags in unserem ambulanten Zentrum durchgeführt.

  • Diagnostische Spiegelung der Gebärmutter- Hysteroskopie
  • Hysteroskopische Myomentfernung
  • Endometriumablation (mit der Schlinge oder NovaSure)
  • Hysteroskopische Septumresektion
  • Ambulante Brustoperationen bei benignen (bösartigen) Erkrankungen
  • Konisation (vorwiegend mit der Schlinge)
  • Marsupialisation
  • Kürettage

Vorsorgeuntersuchungen

Bei der U1, der 1. Vorsorgeuntersuchung, die unmittelbar nach der Geburt des Kindes stattfindet, geht es in erster Linie um die Erkennung von lebensbedrohlichen Zuständen und offensichtlichen Schäden, damit gegebenenfalls Soforthilfemaßnahmen ergriffen werden können.

Die U2, die zweite Vorsorgeuntersuchung, ist eine "Neugeborenen-Basisuntersuchung" des Kindes und findet zwischen dem 3. und 10. Lebenstag statt. Ein Kinderarzt untersucht hierbei die Säuglinge auf unserer Wochenstation vor allem auf Anpassungsstörungen und Akuterkrankungen sowie auf Fehlbildungen und Geburtsverletzungen. Außerdem überprüft er die Funktion von Herz, Lunge und Verdauungsorganen. Einige wichtige Bluttests werden durchgeführt, wofür dem Baby meist aus der Ferse ein Tropfen Blut entnommen werden muss. Alle weiteren Untersuchungen nach Entlassung aus der Klinik sollten Sie mit Ihrem Frauen- bzw. Kinderarzt besprechen.