Delir früh erkennen und vorbeugen – RKH Gesundheit informiert und sensibilisiert am 11.03.

Welt-Delir-Tag am 11. März 2026: Informationsstände in Bruchsal, Bretten, Markgröningen und Ludwigsburg klären über Symptome, Risiken und Prävention auf

Ein Delir ist eine akute, meist vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns – häufig, aber noch immer zu wenig bekannt. Anlässlich des internationalen Welt-Delir-Tages am 11. März 2026 beteiligt sich die RKH Gesundheit mit Informationsständen in mehreren Kliniken, um Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten, Zugehörige sowie Mitarbeitende über das Krankheitsbild aufzuklären und für Präventionsmöglichkeiten zu sensibilisieren.

Ein Delir äußert sich durch plötzliche Veränderungen von Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Denken. Betroffene wirken verwirrt, sind zeitlich oder räumlich desorientiert, unruhig oder im Gegenteil auffallend verlangsamt. Stimmungsschwankungen sind keine Seltenheit. Besonders gefährdet sind ältere Menschen – etwa im Zusammenhang mit Operationen, Infektionen, schweren Erkrankungen oder bestimmten Medikamenten.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Demenz: Während eine Demenz schleichend beginnt, tritt ein Delir meist plötzlich auf. Ohne rechtzeitige Behandlung kann ein Delir zu einer erhöhten Pflegebedürftigkeit oder sogar zu einer erhöhten Sterblichkeit führen.

Häufiger als viele denken

Rund ein Drittel aller Krankenhauspatientinnen und -patienten über 65 Jahre entwickelt im Laufe des Aufenthalts ein Delir. Auf Intensivstationen sind – unabhängig vom Alter – sogar bis zu 80 Prozent der Patientinnen und Patienten betroffen. Trotz dieser hohen Zahlen wird das Delir oft nicht frühzeitig erkannt.

Ziel des Welt-Delir-Tages ist es daher, Wissen zu vermitteln, die Sensibilität für erste Anzeichen zu stärken und die Bedeutung von Prävention sowie eines angemessenen Umgangs im medizinischen und pflegerischen Alltag – im Krankenhaus wie auch in der häuslichen Pflege – zu verdeutlichen.

Was kann man gegen ein Delir tun?

Prävention spielt eine entscheidende Rolle. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Förderung der Orientierung beispielsweise durch Uhren, Kalender oder persönliche Gegenstände, eine regelmäßige Ansprache und Einbindung durch Angehörige, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine Förderung von Mobilität und Bewegung, die Vermeidung unnötiger Medikamente mit delirförderndem Potenzial sowie die Sicherstellung von Hör- und Sehhilfen, Dabei nehmen Angehörige nehmen eine besonders wichtige Rolle ein: Sie geben Sicherheit, helfen bei der Orientierung und bemerken Veränderungen oft frühzeitig.

Informationsstände in vier Kliniken

Mit ihrer Beteiligung am Welt-Delir-Tag 2026 unterstreicht die RKH Gesundheit ihr Engagement für Aufklärung, Prävention und eine verbesserte Versorgung von Patientinnen und Patienten. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese häufige, aber oftmals unterschätzte Erkrankung nachhaltig zu stärken – zum Schutz und zur bestmöglichen Betreuung der Betroffenen.

Am 11. März 2026 lädt die RKH Gesundheit an folgenden Standorten zu Informationsständen ein:

RKH Rechbergklinik Bretten – 9 bis 12 Uhr, Haupteingang

RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal – 13 bis 16 Uhr, Haupteingang

RKH Orthopädische Klinik Markgröningen – 11 bis 15 Uhr, Foyer am Haupteingang

RKH Klinikum Ludwigsburg – 9 bis 12 Uhr, Eingangsbereich

Interessierte erhalten umfangreiches Informationsmaterial wie Flyer, Poster und Pocketcards. Darüber hinaus ist eine aktive Beteiligung vorgesehen: An einer Pinnwand können typische Symptome zugeordnet werden, um die Unterschiede zwischen Delir und Demenz anschaulich darzustellen.

Ergänzend werden Gedächtnisübungen unter erschwerten Bedingungen angeboten. Diese ermöglichen es Besucherinnen und Besuchern, sich besser in die Situation von Delirpatientinnen und -patienten hineinzuversetzen und ein tieferes Verständnis für deren Wahrnehmung und die damit verbundenen Herausforderungen zu entwickeln.