Interdisziplinäres Zentrum für Intensivmedizin

Viele Patienten, die wegen eines schweren Krankheitsverlaufs auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, haben meist weitere Erkrankungen und müssen deshalb interdisziplinär, also gleichzeitig von mehreren Ärzten unterschiedlicher Fachbereiche, behandelt werden. Deshalb macht es wenig Sinn, sie in voneinander getrennten chirurgischen und internistischen Intensivbereichen zu betreuen. Im RKH Klinikum Ludwigsburg hat man – insbesondere in der Corona-Pandemie – positive Erfahrungen mit der Behandlung der Intensivpatienten durch ein interdisziplinäres Team gemacht.

Auf den beiden Intensivstationen, die unter dem gemeinsamen Dach des interdisziplinären Zentrums für Intensivmedizin vereint wurden, arbeitet jeweils ein fachübergreifendes ärztliches und pflegerisches Team unter interdisziplinärer Leitung. Damit wird auf beiden Stationen die gesamte Palette intensivmedizinischer Leistungen angeboten. Ein weiterer Vorteil dieser Zusammenführung und fachübergreifenden Arbeit ist der permanente, gegenseitige Wissensaustausch, was den Patienten zu Gute kommt, aber auch die ärztliche und pflegerische Weiterbildung verbessert.

Leistungsspektrum

Intensivstation

Die interdisziplinäre Intensivstation 3I umfasst bis zu 24 Beatmungsbetten mit modernster apparativer Ausstattung. Es werden Patienten aller in Ludwigsburg vertretener Fachabteilungen im interdisziplinären Team behandelt.

An Organersatz- und unterstützungsverfahren kommen CVVHDF (kontinuierliches Nierenersatzverfahren), vvECLA (exptrakorporale CO2-Elimination) vvECMO (Lungenersatzverfahren), ECLS (Herz-Lungen-Maschine) und Impella (Herzunterstützungsverfahren) zum Einsatz.

Auf der Intensivstation arbeitet ein interdisziplinäres Ärzteteam im 3-Schicht-System, auch die oberärztliche Leitung ist durchgehend interdisziplinär besetzt. Hierdurch werden Synergieeffekte genutzt und sowohl die Patientenversorgung, als auch die ärztliche und pflegerische Ausbildung optimiert. Es gibt einen eigenen intensivmedizinischen Oberarzt-Hintergunddienst, der 24/7/365 erreichbar ist.

Kontakt:
Gabriele Glaninger

Bereichsleitung Intensiv- und IMC-Stationen
T: 07141-9994541

Katrin Lichy
Bereichsleitungen Intensiv- und IMC-Stationen
T: 07141-9996479

Behandlungsschwerpunkte

  • neurochirurgische Patienten: hier kommen auch invasive intrakranielle Druckmessungen und Gewebesauerstoffmessungen zum
  • die Therapie der schweren Sepsis (Blutvergiftung)
  • die Behandlung von Patienten mit schwersten Mehrfachverletzungen (Polytrauma) im Rahmen des überregionalen Traumazentrums
  • die Therapie des schweren Lungenversagens (ARDS)
  • die Herzinsuffizienztherapie
  • die Therapie nach einer Wiederbelebung im Rahmen des Cardiac Arrest Center

ECMO/ Impella

Die intensivpflegerische Versorgung der Intensivpatienten findet in enger Zusammenarbeit mit dem interdisziplinären Ärzteteam statt. Hierbei steht der  pflegewissenschaftliche und patientenorientierte Behandlungsprozess an erster Stelle. Unsere Patienten werden durch ein fachweitergebildetes Intensivpflege-Team betreut, welches zusätzlich in speziellen Verfahren weitergebildet ist. Das Team wird täglich durch Praxisanleiter und Pflegeexperten unterstützt. Wir setzen die hierbei erlangten Qualifikationen und Erfahrungen gezielt für die Betreuung der Patienten ein.
Die intensivpflegerische Versorgung orientiert sich an aktuellen Handlungsrichtlinien der Intensivpflege und umfasst Konzepte wie die sedierungsarme Intensivstation, Maßnahmen zur Delirprävention und Frühmobilisation, therapeutische Ganzkörperpflege und intensive Physio- und Ergotherapie, sowie vieles mehr.